Braunschweig Steinweg Theaterstrasse

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Der Steinweg war - als breite Verbindungsstraße zwischen dem Bohlweg und dem Staatstheater - schon immer eine der wichtigsten und belebtesten "Geschäftsstraßen" in Braunschweig, auch wenn er verkehrstechnisch gesehen nicht zu den Hauptverkehrsadern gehörte. Seit Mitte der zwanziger Jahre fuhren drei Straßenbahnlinien durch den Steinweg: die Linie 4 zum Marienstift, die Linie 6 über die Jasperallee zum Stadtpark und die Linie 7 über die Kastanienallee zum Prinzenpark. Somit waren die Geschäfte am Steinweg für ihre Kunden besonders gut zu erreichen. An seiner Ostseite läuft die Straße direkt auf das Staatstheater zu, welches 1858-61 errichtet worden ist. Das "herzogliche Hoftheater" war vorher im "Opernhaus" am Hagenmarkt beheimatet gewesen. Das Braunschweiger Theater genoß internationales Ansehen. So wurde hier z.B. am 19. Januar 1829 unter der Leitung von Dr. August Klingemann der erste Teil von Goethes "Faust" uraufgeführt. Zum Ursprung des Straßennamens gibt es unterschiedliche Erklärungen. Recht naheliegend ist die Vermutung, daß der Name auf den Straßenbelag zurückzuführen ist, der ursprünglich aus Schottersteinen bestanden haben soll. Möglicherweise steht der Straßenname aber auch in Verbindung zum "Großen Steinhof", der sich an dieser Straße befand und wo die Steine, die am Nußberg abgebaut worden waren, zum Abtransport gelagert worden sind. Um die Jahrhundertwende befanden sich am Steinweg viele große Geschäftshäuser und Hotels, so zum Beispiel der imposante Bau der 1881 gegründeten "Kolonial- und Zucker-Großhandlung Gebrüder Jürgens", das Zentral-Hotel und vor allem das 1908/09 erbaute Parkhotel mit dem Café Lück (an der Rückseite der Mauernstraße gelegen). Letzteres war ein Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Braunschweig. Hier sollen der Komponist Max Reger, der Dirigent Wilhelm Furtwängler, Graf Luckner, die Fliegerin Elli Beinhorn und auch des öfteren Herzog Ernst August mit seiner Familie eingekehrt sein. Viele ehrwürdige Braunschweiger Firmen haben ursprünglich am Steinweg angefangen. So zum Beispiel die "Seifen- und Lichtefabrik J.W. Weber jun." am Steinweg 16, aus der später das Parfümeriegeschäft Hanhausen hervorgegangen ist. Aus der 1880 von Ferdinand Eichhorn gegründeten "Caffee- und Theehandlung" am Steinweg 17 entwickelte sich gar die weltbekannte Heimbs-Kaffeerösterei. Weitere erwähnenswerte Geschäfte waren der "Hofseiler" Theodor Halle, der Uhrmacher Emil Zenker, Lederwaren Kröker, die Drogerie Carl Wolff (Ecke Bohlweg), die Buchhandlung Johannes Neumeyer, die Wiener Bäckerei Engel (später Duderstadt) sowie Eisenwaren-Oppermann und Porzellan-Wümpelmann. Durch die Bombardierung in der Nacht vom 15. Oktober 1944 wurden mehr als 95% der Gebäude am Steinweg zerstört. Fast alle Gebäude mußten abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Nur das Staatstheater wurde wieder aufgebaut... Quelle: http://www.steinweg-bs.de/chronik.htm
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Date Created 7/29/2011

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